Sonderausstattung im Auto: Was lohnt sich wirklich?

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Wenn Sie ein neues Auto kaufen, müssen Sie entscheiden, welche Sonderausstattung im Auto Sie wollen.

Wie oft haben Sie auch schon den Satz in der Werbung gehört oder gelesen: „jetzt Ihr Traumauto mit Sonderausstattung erhältlich“. Doch was zur Hölle ist eigentlich mit Sonderausstattung gemeint? Und was noch viel wichtiger ist: Braucht man dies alles?

Im nachfolgenden Ratgeber erfahren Sie, was es überhaupt alles im Bereich der Sonderausstattung gibt und welche dieser Sonderausstattung Sie wirklich brauchen – und welche Dinge Sie sich sonderausstattung im autogetrost schenken können.

Das ist Sonderausstattung im Auto

Beim Autokauf können Sie, salopp ausgedrückt, zwischen zwei Versionen unterscheiden.

Da ist zum Einem die „serienmässiger Ausstattung“. Dazu gehören unter anderem Airbags. Diese Teile sind serienmässig im Auto vorhanden und meist im Preis inbegriffen.

Möchten Sie jedoch ganz besondere „Extras“ im Auto haben, fällt dies unter den Begriff Sonderausstattung.

Das bedeutet, dass diese Teile nachträglich und ganz auf den Kundenwunsch bezogen, eingebaut werden. Das kostet dementsprechend.

Bei einer Sonderausstattung zahlen Sie somit immer „extra drauf“. Schon während dem Autokauf wählen Sie Ihre ganz persönliche Sonderausstattungen aus, die der jeweilige Autohersteller anbietet.

Diese Sonderausstattung lohnt: die Klimaautomatik

Es gibt immer wieder neue und verbesserte Sonderausstattungen. Wir haben insbesondere die notwendigsten herausgesucht, die vor allem den Fahrkomfort und die Fahrsicherheit für Sie maximieren. Dazu gehört definitiv eine erweiterte Klimaautomatik.

Der Unterschied zur „normalen“ Klimaanlage: statt blossem Ein- und Ausschalten lässt sich hier die Temperatur konstant halten und einstellen.

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  • Dies erhöht den Fahrkomfort, gerade, wenn Sie auf längeren Strecken unterwegs sind. Zudem schützt ein angenehmes Klima auch vor Erkältungen.

    Je nach Hersteller kann der Preis für eine Klimaautomatik rund 1500 Franken betragen. Zur optimalen Temperatur tragen vor allem Innenraumsensoren bei, die die Temperatur so einstellen und halten, wie sie von Ihnen vorgegeben wird.

    Ist die angegebene Temperatur im Wageninneren erreicht, stellt sich die Klimaautomatik ab, verbraucht also keine Energie und ist, im Vergleich zur „normalen“ Klimaanlage ökonomischer.

    Zudem können Sie ganz gezielt die Luftdüsen einstellen und so für eine angenehme Verteilung der Luft im Wagen sorgen, da herkömmliche Klimaanlagen Ihnen oder dem Beifahrer die Luft unangenehm ins Gesicht pusten.

    Tempomat oder Geschwindigkeitsregelanlage

    Der Tempomat wurde von Daimler eingeführt und ist der Name der so genannten Geschwindigkeitsregelanlage (GRA). sonderausstattung im auto

    Mit ihrer Hilfe fährt das Auto mit einer konstanten Geschwindigkeit, die vorher von Ihnen eingestellt wurde. Dabei wird auch die Treibstoffzufuhr konstant kontrolliert.

    Wenn Sie Bremse, Gaspedal, etc. benutzen, schaltet sich die GRA automatisch wieder ab. Diese Technik ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie lange Strecken fahren, da der Fuss entlastet wird.

    Gerade auf Strassen mit Tempolimit oder in geschlossenen Ortschaften, aber auch auf der Autobahn, kann die GRA sinnvoll sein.

    Nicht nutzen sollten Sie den GRA hingegen bei unebenem oder bergigem Gelände. Auch in der verstopften Innenstadt, in der oftmals eine Stop and Go-Fahrweise herrscht, ist ein Tempomat nicht sinnvoll.

    Kritiker der GRA bemängeln, dass mitunter mehr Sprit verbraucht wird. Je nach Strecke kann dies tatsächlich der Fall sein, auch wenn es sich nicht akut bemerkbar macht.

    Dieses kleine, aber durchaus sinnvolle Extra kostet oftmals nur ein paar Hundert Franken.

    Die Einparkhilfe oder Park-Distance-Control

    Die Einparkhilfe besitzt je nach Hersteller einen anderen Namen. Bei BMW ist es die „Park-Distance-Control“.

    Sie ist vor allem dazu gedacht, dass Einparken zu erleichtern. Charakteristisch ist hier vor allem das konstante „Piepen“, das in immer kürzeren Abständen hörbar wird, sobald sich der Wagen einem Hindernis nähert.

    Die Einparkhilfe ist, je nach Modell, für vorne und hinten, zum Teil sogar für die Seiten erhältlich und warnt Sie vor möglichen Hindernissen, wie etwa Pfeilern oder anderen Autos, wenn Sie einparken möchten.

    Sensoren, die in den Stossstangen eingebaut sind, senden Signale an die Einparkhilfe. In neueren Modellen ist im Fahrerbereich ein Bildschirm integriert, der mit einer Kamera verbunden ist.

    So ertönt zum Beispiel ein Warnton gleichzeitig zum Bild, wenn Sie einem Hindernis zu nah kommen. Sie müssen sich also in diesem Fall nicht umdrehen, sondern können die Lage im Bildschirm überprüfen.

    sonderausstattung im autoSobald Sie den Rückwärtsgang einlegen, wird die Einparkhilfe aktiviert. Diese Sonderausstattung ist gerade bei grossen und „unübersichtlichen“ Autos sehr sinnvoll, hilft bei kleineren Modellen jedoch ebenso gut und ist auch in der überfüllten Stadt sinnig.

    Da die Einparkhilfen sehr genau arbeiten, müssen Sie nicht immer auf Ihren Beifahrer als „Helfer“ zurückgreifen.

    Der Berganfahrassistent- Abwürgen am Berg war gestern

    Beinahe jeder Fahrschüler fürchtet das Anfahren am Berg, gross ist die Angst vorm Zurückrollen. Wie gut, dass es den Berganfahrassistenten gibt.

    Er zählt zur Gruppe der Fahrassistenzsysteme und verhindert das Zurückrollen am Berg. So entfällt das gefürchtete „Abwürgen“ des Fahrzeugs an der Berganfahrt.

    Durch eine Regelung des Anfahrmoments, die mit dem Bremseingriff erfolgt, werden auch die Assistenten des ABS und ESP miteinander verknüpft. Ein so genannter Neigungssensor und ein Sensor, der die Betätigung der Kupplung misst, sorgen für die Aktivierung der Berganfahrhilfe.

    Je nach Modell wird diese Hilfe mit der Fußbremse oder einem extra Knopf aktiviert. Durch eine kurzzeitige Speicherung des Bremsdrucks, die einige Sekunden anhält, nachdem Sie die Bremse gelöst haben, wird ein Rückwärtsrollen Ihres Autos verhindert.

    Betätigen Sie nun das Gaspedal, löst sich die automatische Bremse und Sie können ganz einfach den Berg überwinden. Besonders an sehr steilen Hängen oder wenn Sie zusätzlich noch mit einem Anhänger und somit mehr Gewicht unterwegs sind, ist ein Berganfahrassistent überaus praktisch und verhindert prekäre Situationen.

    Zudem wird der Stress beim Fahren spürbar minimiert. Je nach Hersteller heissen die Berganfahrassistenten unterschiedlich: während SEAT seinen Assistenten als HHC („Hill Hold Control“) bezeichnet, heisst es bei Audi „Audi Hold Assist“.

    Sonstiges

    Die oben genannten Sonderausstattungen sind wohl mit die wichtigsten, die Sie sich beim Autokauf mithinzukaufen sollten.

    Des Weiteren können Sie, je nach Bedarf, zusätzliche Ablagen oder Fächer oder eine Mittelarmlehne mithinzubestellen.

    Wichtige Systeme können zudem das Fahrerinformationssystem (oder auch Bordcomputer) sein, der Sie zuverlässig über Aussentemperatur, Fahrzeit, diversen Tachodaten (Momentverbrauch, Durchschnittsverbrauch) anzeigt.

    Ein weiteres Sicherheitsplus kann ein Tagfahrlicht darstellen, da bei kurzen Strecken, die zum Beispiel durch den Wald führen, nicht das Abblendlicht eingeschaltet werden muss.

    Sie sehen also, dass es sich bei einigen Zusatzoptionen durchaus lohnt, etwas mehr Geld zu investieren. Bei anderem „Schnick-Schnack“ wie beispielsweise Regensensor oder auch Sitzheizung, sollten Sie nach eigenem Bedarf und Gefallen entscheiden.

    Wenn Sie sich für die oben genannten Sonderausstattungen entscheiden, machen Sie in jedem Fall nichts verkehrt. Informieren Sie sich im Vorfeld bei den Herstellern, welche Produkte angeboten werden oder ob Sie Ihr bereits vorhandenes Fahrzeug nachrüsten können.