Hinter den Kulissen des Reifenherstellers Bridgestone: Interessante Fakten zur Legende

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Hinter den Kulissen des Reifenherstellers Bridgestone steckt eine bemerkenswerte geschichtliche Entwicklung, bei der es auf und ab ging. Grund genug, sich einmal näher damit zu beschäftigen.

Das japanische Unternehmen wurde im Jahr 1931 von Ishibashi Shojiro im japanischen Kurume gegründet und hat seinen Hauptsitz heute in Tokio. Dazu zählen weltweit 144.000 Mitarbeiter, davon 13.000 in Europa.

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Der Bridgestone Blizzak

Der Name der Weltmarke ist übrigens das Ergebnis eines einfachen Wortspiels. Firmengründer Ishibashi Shojiro übersetzte damals einfach seinen Namen ins Englische mit dem Ergebnis: stone bridge. Diese beiden Wörter vertauschte er dann zum Begriff Bridgestone. Ishibashi Shojiro verstarb im Jahr 1976.

Hinter den Kulissen des Reifenerherstellers Bridgestone am Anfang

Zum Beginn startete das Unternehmen mit der Produktion von Motorrädern und Fahrrädern.

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Es erzielte jedoch schnell den grössten Gewinn durch den Verkauf von Reifen an Suzuki, Yamaha und Honda. Daher wurde die Motorradproduktion im Jahr 1970 eingestellt.

Das Erfolgsunternehmen nahm eine rasante Marktentwicklung nach oben. Bereits im Jahr 1981 war Bridgestone nach Michelin, Goodyear und Firestone das weltweit viertgrösste Reifenunternehmen für PKW, Busse, LKW und Spezialfahrzeuge.

Mit einem beachtlichen Jahresumsatz von 2,245 Milliarden US-Dollar betrug der Weltmarktanteil 7,5 Prozent. Im Zuge der expansiven Entwicklung übernahm Bridgestone im Jahr 1988 für 2,6 Milliarden US-Dollar den amerikanischen Reifenhersteller Firestone.

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    Der Umsatz von Bridgestone betrug im Jahr 2006 weit über 20 Milliarden US-Dollar, ein elfprozentiges Plus zum Vorjahr.

    Im Jahr 2017 konnte Bridgestone, gelistet im Nikkei 225, einen beeindruckenden Umsatz von 25,8 Milliarden US-Dollar erzielen.

    Die Produkte und Neuentwicklungen des Weltmarktführers Bridgestone

    Der dominierende, gewinnstärkste Geschäftsbereich stellt für Bridgestone die Produktion und Zulieferung von Pkw-Reifen für den Neuwagenverkauf sowie Reifenhändler dar.

    Sämtliche Bridgestone-Reifen finden Sie hier.

    Einen hohen Stellenwert besitzt im Unternehmen auch die Reifenherstellung für Motorräder und Lkw. Ausserdem zählen Schifffahrtsprodukte, Golf- und Tennisartikel und Fahrräder. In Japan ist Bridgestone der grösste Fahrradhersteller.

    Beliebte Modelle unter den PKW-Reifen sind der Blizzak, der Potenza und der Turanza.

    Zudem entwickelte Bridgestone das einzigartige DriveGuard-System. Es dient zum Schutz vor Reifenpannen.

    DriveGuard-Reifen passen zu allen Autos mit RDKS. Sobald ein Schaden am Reifen gemeldet wird, kann man dank dieser Technologie noch gefahrlos bis zu 80 km bei 80 km/h weiter fahren.

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    Das DriveGuard-System

    Hier finden Sie ein Beispiel für einen solchen Reifen.

    Sicherheit bei Bridgestone

    Angesichts der immer höheren Geschwindigkeiten, die mit Autos und Motorräder gefahren werden, ist der Qualitätsanspruch auf solide, griffige Reifen sehr hoch.

    Bei winterlicher Fahrbahnglätte und Regen sind Material, Verarbeitung und Reifenstruktur besonders gefragt.

    Lediglich einzelne Fahrer scheinen von diesem Sicherheitsanspruch weniger betroffen zu sein, wie das nachfolgende Zitat von Stefan Bradl vom 14.09.2008 zeigt: „Als es zu regnen begann, habe ich einfach meine Augen zu gemacht und Gas gegeben“.

    Damit wurde der Rennfahrer beim Grossen Rennen von Indianapolis immerhin Dritter.

    In Zukunft soll übrigens kein Fahrradreifen mehr platt werden können: Das neue Reifenkonzept „Air Free“ von Bridgestone soll pannensicher sein.

    Dazu dienen die Entwicklung einer veränderten Speichenstruktur sowie der Einsatz eines flexiblen Stoffes. Statt Gummi soll demnächst thermoplastisches Kunstharz Verwendung finden.

    Im Bereich der Motorradreifen hat Bridgestone in den letzten Jahren viele hervorragende Produktneuheiten wie den neueren Battlax Hypersport S21 auf den Markt gebracht.

    Die Nähe zum Rennsport

    Passend zum rasanten Entwicklungstempo des Erfolgsunternehmens erfolgte auch eine Beteiligung am Rennsport. Der Einstieg in die Formel 1 im Jahr 1997 gelang erfolgreich.

    Die bis dahin in der Formel 1 etablierte Marke Michelin erhielt sehr schnell eine starke Konkurrenz. Die Weltmeister Schuhmacher und Häkkinen setzten auf Bridgestone und erhöhten dadurch den Bekanntheitsgrad und Qualitätsbeweis der Marke.

    Es gibt viele Einschätzungen, über welche Beschaffenheit Superreifen in dieser höchsten Rennsportklasse verfügen sollten.

    Exklusiv bewertete dies am 21.09.2007 Valentin Rossi: „Mit Michelin können wir nur eine Linie benutzen, mit Bridgestone fahren sie, wie sie wollen.“

    Durch den Ausstieg des französischen Konkurrenten Michelin zum Jahresende 2006 verblieb nur noch Bridgestone als Reifenlieferant in der Formel 1.

    Mit der Beendigung der Saison im Jahr 2010 kehrte auch Bridgestone der Formel 1 den Rücken, um zukünftige Investitionen marktorientiert neu auszurichten.

    Im Motorrad Strassenrennsport engagierte sich das japanische Unternehmen insbesondere als Ausrichter der MotoGP-WM bis zum Jahr 2015.

    Skandale und Rückschläge als Bilanz- und Imagebremsen

    Nach heftigen Unfallserien mit geplatzten Reifen und zahlreichen Getöteten mussten im Jahr 2006 6,5 Millionen Reifen von Firestone ausgetauscht werden.

    Spezielle Reifen von Firestone für einen Ford Explorer standen im Verdacht, die Unfälle verursacht zu haben. Bei der Reifenproduktion soll zu altes Material verwendet worden sein.

    Durch die Kosten von über 400 Millionen US-Dollar verzeichnete Bridgestone im ersten Halbjahr einen Geschäftsrückgang von 4,8 Prozent.

    Wegen verbotener Preisabsprachen und Absprachen zur Marktaufteilung von 1986 bis 2007 musste Bridgestone eine hohe Geldstrafe an die EU-Kasse zahlen. Bridgestone wurde per Kronzeugenaussage des Konkurrenten Yokohama überführt, mit vier anderen Unternehmen die Preise für Marineschläuche abgesprochen zu haben. Marineschläuche werden zum Be- und Entladen von Schiffen mit Rohöl genutzt.

    Ausserdem soll der Markt untereinander aufgeteilt worden sein. Wegen illegaler Preisabsprache von 2001 bis 2008 muss Bridgestone im Jahr 2014 in den USA 425 Millionen Dollar zahlen.

    Bereits gut zwei Jahre vorher war der Konzern bereits in den USA aus ähnlichem Grund mit 28 Millionen Dollar zur Kasse gebeten worden.

    Im Jahr 2007 erhielt das Unternehmen auch mit dem „Public Eye Global Award“ eine weniger erfreuliche Auszeichnung. Dies sollte als Appell zur Unternehmensverantwortung in ökologischer und sozialer Hinsicht anlässlich des Weltwirtschaftsforums WEF gelten.

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    Der Bridgestone DriveGuard

    Insbesondere sollten im Fall Bridgestone inakzeptable Arbeitsverhältnisse der in den Gummiplantagen Liberias für Bridgestone-Produkte arbeitenden Menschen angeprangert werden.

    Trotz allem: Reifen mit Qualität

    Das Unternehmen Bridgestone erlebte seit seiner Gründung einen einzigartigen Aufstieg auf dem weltweiten Reifenmarkt.

    Hinter den Kulissen des Reifenherstellers Bridgestone scheint die notwendige Entwicklung verantwortlicher Einstellungen dabei nicht immer Schritt gehalten zu haben. Das zeigen Skandale und hohe Strafen.

    Für ein verstärktes soziales Engagement gibt es allerdings andererseit in den letzten Jahren einige erfreuliche Beispiele.

    In jedem Fall hat die Forschung und Produktion von Bridgestone wesentlich zur Qualität heutiger Reifen beigetragen. Eine der großen technischen Neuerungen ist der DriveGuard.


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