Was tankt ein Motorrad?

Was tankt ein Motorrad

Was tankt ein Motorrad? Diese Frage stellt sich schnell dem begeisterten Fahrer des beliebten Gefährtes. Ein Motorrad bereitet viel Freude – hohe Geschwindigkeit und ein Gefühl von Freiheit auf der Strasse. Schon seit vielen Jahren begeistert das Gefährt auf zwei Rädern etliche Menschen. Der Fahrspass wird jedoch schnell von einem leeren Tank getrübt. Der folgende Text möchte das notwendige Wissen liefern, damit beim nächsten Halt an der Tankstelle direkt klar ist, was man tanken soll.

Die verschiedenen Kraftstoffe, die ein Motorrad tankt

Super & Super Plus

Der Klassiker unter den Kraftstoffen ist zweifelsohne das Super Benzin (95 Oktan). Diese Benzin-Variante hat vor bereits längerer Zeit das damals noch verbreitete Normalbenzin (91 Oktan) ersetzt. Die höhere Oktanzahl bezieht sich auf die Klopffestigkeit des Kraftstoffes. Je höhere diese Klopffestigkeit ist, desto unwahrscheinlicher kann es zu einer unkontrollierten Selbstentzündung im Motor kommen. Hierbei entzündet sich das Gemisch aus Benzin und Luft zu früh, weswegen ein Klopfen zu hören ist. Hierdurch lässt sich der Name der Zahl erklären. Dieser unkontrollierte Druck kann unter Umständen Teile des Motors beschädigen.

Was tankt ein MotorradWenngleich Super aufgrund der höheren Oktanzahl also eine höhere Klopffestigkeit und somit mehr Sicherheit gewährleistet, so muss ebenfalls erwähnt werden, dass modernere Motoren aufgrund der sogenannten Klopfregelung nahe an der Klopfgrenze betrieben werden können. Hierdurch wird das «Klopfen» bereits vom Motor aus gut verhindert. Die Klopffestigkeit ist jedoch überdies ein Indikator dafür, wie effektiv ein Motor arbeiten kann. Konkret bedeutet dies, dass eine höhere Oktanzahl einen geringeren Benzinverbrauch mit sich zieht. Hierbei ist auf Super Plus (98 Oktan) zu verweisen.

Letztendlich muss bei der Wahl des Kraftstoffes jedoch auf den Motor geachtet werden. Ist ein Motor auf Super ausgelegt ist, kann er auch mit Super Plus betankt werden. Dies zieht jedoch keinen besseren Verbrauch und keine erhöhte Leistung mit sich – der Motor ist schliesslich nicht hierauf ausgelegt. Letztlich wäre dies hierdurch nur teurer. Umgekehrt kann ein Motor, der auf Super Plus ausgelegt ist, mit Super nicht seine eigentliche Leistung geben. In diesem Fall ist das teurere Super Plus zu empfehlen.

Ethanol im Benzin

Super wird ein Bioethanol Anteil von bis zu 5 Prozent hinzugemischt. Aus diesem Grunde wird Super an Tanksäulen auch als E5 oder Eurosuper bezeichnet. Seit dem Jahre 2011 wird ebenfalls als zusätzliche Sorte ein Super Kraftstoff mit bis zu zehn Prozent Bioethanol angeboten. Dieses Gemisch wird entsprechend E10 genannt und wird bis heute recht kontrovers diskutiert. Der Grund hierfür ist, dass gerade zu Beginn nicht alle Motoren diesen erhöhten Anteil an Ethanol vertragen konnten. Eine nochmal deutlich höhere Menge an Ethanol im Kraftstoff ist bei dem Biokraftstoff E85 vorzufinden. Bis zu 85 Prozent des Gemisches bestehen hierbei aus Ethanol

Bike in der NachtNatürlich stösst dieser Kraftstoff bedeutend weniger Schadstoffe als beispielsweise Super Plus Benzin aus und ist hierdurch besonders schonend für die Umwelt und für die Gesundheit. Grundsätzlich ist E85 zudem rund 30 Prozent günstiger als der normale Super Kraftstoff. Zusätzlich ist die Oktanzahl dieser Mischung höher.

Ein grosser Nachteil ist die schlechtere Kaltstarteigenschaft. Stand das Motorrad beispielsweise aufgrund des Winters lange, so kann es mit E85 zu grösseren Startschwierigkeiten kommen. Beim Ethanolgehalt ist es immer wichtig, auf den Motor zu achten – wie viel Ethanol verträgt er? Dies unterscheidet sich von Maschine zu Maschine.

V-Power, Super 100 und Ultimate 100

Diese speziell gemischten Kraftstoffe sind als Sonderfälle zu erachten. Grundsätzlich handelt es sich zum besonders hochwertige Kraftstoffe. Aufgrund ihrer besseren Qualität sind sie einerseits nochmal teurer als Super Plus, führen jedoch zu einer saubereren Verbrennung im Motor des Fahrzeuges. Abseits dieses Umstandes zieht die Verwendung dieser Kraftstoffe jedoch keine besonderen positiven Auswirkungen auf die Leistung und den Verbrauch des Motors mit sich.

Aus diesem Grunde werden diese Spezialmischungen meist nur von besonderen Liebhabern und Kennern verwendet und sind für den Normalverbraucher nicht sonderlich attraktiv. Haben Sie sich schon mal gefragt, was überhaupt im Benzin drin ist?

Diesel

Mit Diesel betriebene Motorräder sind gerade heutzutage selten geworden. Die Kompression im Motor ermöglicht es, dass Diesel ohne zusätzliche Funken entzündet werden kann. Hierdurch sind in einem Dieselmotor keine Zündkerzen notwendig.

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  • Die meisten Dieselmotoren können tatsächlich sogar mit Pflanzenöl betrieben werden. Selbst Heizöl verhält sich vergleichbar mit Diesel und kann ebenfalls als Kraftstoff in einem Dieselmotor verwendet werden. Wichtig ist hierbei jedoch, dass das Betanken von einem Fahrzeug mit Heizöl verboten ist und aus diesem Grunde stets vermieden werden sollte.

    Zweitaktmotorrad

    Entspannung beim BikeEin Zweitakter als Motorrad benötigt für die Tankfüllung eine Mixtur aus Öl und Benzin. Aus diesem Grunde verfügen neuere Modelle häufig über einen separierten Ölbehälter. Hierdurch können Benzin und Öl gesondert je nach Bedarf betankt werden. Das notwendige Verhältnis des Gemisches ist unbedingt in Erfahrung zu bringen und ist bei jeder Maschine von dem verbauten Motor abhängig. Das Verhältnis schwankt jedoch meist zwischen 80:1 und 25:1. Entsprechende Informationen sind stets dem Handbuch zu entnehmen. Im Regelfall bietet der Öltank genügend Ressourcen für eine Fahrt bis zu 5.000 Kilometern, teils sogar auch mehr.

    Fazit – Was tankt ein Motorrad?

    Was tankt ein Motorrad – diese Frage kann vielfältig beantwortet werden. Im Kern ist es häufig einfach nur Super. Es gibt natürlich auch andere Kraftstoffe, welche meist aber teurer sind und selten eine bessere Leistung oder einen geringeren Verbrauch mit sich ziehen. Was andere tanken, sollte Sie hier hierbei nicht beeinflussen. «Was tankt ein Motorrad?» ist eine Frage, die sie sich selbst stellen müssen.

    Überlegen Sie einfach mittels der hier gegebenen Informationen, welcher Kraftstoff Ihnen am meisten zusagt. Achten Sie hierbei natürlich nur unbedingt auf die Kompatibilität des Kraftstoffes mit dem jeweiligen Motor Ihres Gefährtes. Letztlich ist dieser Umstand die einzige Einschränkung bei der Frage, was man tanken soll.