Ist Carsharing eine interessante Alternative zum eigenen Auto?

Carsharing ist hip.

Wer heute nachhaltig und umweltbewusst denkt, kommt um die Idee dieses modernem Mietwagenkonzeptes nicht herum. Besonders junge Grossstädter mit weltoffener und ökologisch-carsharingnachhaltiger Haltung nutzen dieses Angebot.

Ein Wagen, der mit anderen geteilt wird. Sie kombinieren Carsharing mit anderen Verkehrsmitteln wie dem öffentlichen Nahverkehr, dem Fahrrad oder dem Scooter.

Die Idee des Carsharings entstand in West-Berlin, Ende der 80er Jahre.

Das erste von mehreren Fahrern gefahrene Auto war ein acht Jahre alten Opel Kadett, der unter dem altertümlichen und unspektakulären Namen «Stadtauto» als Gemeinschaftsauto von 50 Kunden durch Berlin rollte. Schon damals wurde das Potenzial der Idee erkannt, wie das Medieninteresse am Stadtauto zeigte.

Von da an war eine nachhaltige und innovative Geschäftsidee geboren und heute ist Carsharing aus modernen Grossstädten nicht mehr wegzudenken.

Wie funktioniert Carsharing?

Hinter dem Begriff verbirgt sich das Mieten eines Wagens für eine überschaubar kurze Zeit.

Anders als bei sonstigen Mietwagenanbietern wird beim Carsharing ein Wagen von 25-35 Kunden statt von nur einem Fahrer genutzt.

Das bietet auch den klaren Vorteil des Systems. Aus rein ökologischen und kostenrelevanten Gesichtspunkten bietet das System damit in vielen Fällen klare Vorteile gegenüber der Nutzung eines eigenen Fahrzeugs- zumindest, wenn man nicht täglich weite Strecken damit fahren muss.

Es gibt verschiedene Carsharing Modelle:

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    • Der einzelne Nutzer zahlt nur die gefahrenen Minuten über einen festgelegten Minutenpreis plus gefahrene Kilometer
    • Er zahlt eine monatliche Grundgebühr inklusive der gefahrenen Kilometer.

    Der Fahrer zahlt somit immer nur einen Betrag, der aufgrund seines individuellen Fahrverhaltens zustande gekommen ist. Alle sonstigen Investitionen, die bei einem eigenen Auto zu leisten sind, fallen bei dem gemieteten Wagen nicht an.

    Der Kunde bucht den Wagen per App, online oder telefonisch. Je nach System kann der Wagen geordert werden und wird dann direkt zur angegebenen Adresse gebracht. Oder der Fahrer holt ihn an einer Abholstation ab. Das ist modern, einfach und sehr bequem.

    Das Zurückbringen des Wagens funktioniert genauso: Entweder wird der Wagen wieder zur Abholstation zurückgebracht oder der Kunde fährt ihn zu der Folgeadresse des nächsten Kunden.

    Das Netz der Carsharing Anbieter und Stationen in Städten ist mittlerweile sehr gut ausgebaut, so dass das Netz an Abholstationen und an frei verfügbaren Autos sehr dicht ist.

    Der Kunde erreicht seinen Wagen damit immer sehr schnell, ohne grosse Wege zum Auto zurücklegen zu müssen.

    Kostenvergleich Carsharing – eigenes Auto

    Obwohl Carsharing durchaus günstiger als das Fahren eines eigenen Autos sein kann, gibt es Kosten, die beim Eigenwagen nicht anfallen.

    Denn bei dieser Mietversion zahlen Sie nicht nur fürs Fahren, sondern auch für das zwischenzeitliche Parken. Diese Kosten werden über einen Minutenpreis abgerechnet, der für den gesamten carsharingZeitraum anfällt, in dem das Auto angemietet wird.

    Für eine realistische Einschätzung der anfallenden Kosten sollte man daher die Gesamtkosten des eigenen Wagens inklusive Wartung, Reparaturen, TÜV, Inspektionen, Reinigung, Versicherungen, Steuern und Benzinverbrauch mit den anfallenden Kosten eines gemieteten Wagens vergleichen.

    Beispiel:

    Nehmen wir an, Sie fahren einen Mittelklassewagen. Bei einer Fahrleistung von 5.000 Kilometern im Jahr fallen jährlich ungefähr 2.300,00 EUR als Kosten beim Eigenwagen an, das entspricht monatlichen Kosten von 191,00 EUR.

    Bei dem Carsharing Modell fallen mit Kaution, Kilometer- und Minutenpreis im Jahr 1354,00 EUR an, das entspricht einem Monatspreis von 113,00 EUR.

    Für Fahrer, die nicht viele Kilometer im Jahr fahren, halbieren sich die Kosten daher nahezu.

    Das Vergleichen der Preise lohnt sich auch im Bereich des Carsharings sehr.

    Die jeweiligen Carsharing Anbieter bieten verschiedene Kostenmodelle mit deutlichen Preisunterschieden. Der Kunde sollte sich die verschiedenen Berechnungsmodelle genau ansehen und je nach seinem eigenen Bedarf genau ermitteln, welcher Anbieter für ihn tatsächlich am günstigsten ist.

    Eine pauschale Aussage, wer der günstigste Anbieter auf dem Markt ist, gibt es nicht. Der Preis ist immer abhängig davon, wie lange man das Auto benötigt und wie viele Kilometer damit gefahren werden sollen.

    Ist Carsharing eine interessante Alternative?

    Wer nicht nur in seiner Freizeit oder für gelegentliche Geschäftsreisen auf ein Auto angewiesen ist, sondern es beruflich nutzt und damit täglich einen Arbeitsweg zurücklegen muss, kann das Thema Carsharing getrost abhaken.

    Für diese Fahrer bietet das Modell keine Vorteile. Hier punktet der Eigenwagen klar mit Flexibilität und Verfügbarkeit.

    Carsharing lohnt sich nur dann für Sie, wenn Sie nicht ständig auf ein Auto angewiesen sind und es nicht regelmässig für längere Strecken brauchen.

    carsharingAls Regel gilt: Carsharing lohnt sich, wenn Sie im Jahr maximal 10.000 Kilometer fahren.

    Die Ersparnis für Wenigfahrer ist allerdings durchaus interessant: wer beispielsweise jährlich nur 5.000 Kilometer fährt, kann durch das Miet-Modell gegenüber dem Fahren vom Eigenwagen ungefähr die Hälfte aller monatlich anfallenden Kosten einsparen.

    Neben dem finanziellen Vorteil für Wenigfahrer gibt es bei der Mietversion aber noch weitere attraktive Vorteile im Vergleich zum Fahren eines eigenen Fahrzeugs.

    Carsharing bedeutet den grösstmöglichen Komfort bei den geringsten Kosten für den Gelegenheitsfahrer. Die Wahl des gemieteten Autos ist flexibel, das Angebot der gängigen Anbieter reicht vom Kleinstwagen bis hin zu Limousine und Sportwagen bis hin zum Mini-Van.

    Damit kann der Kunde das Angebot immer individuell auf seinen jeweiligen Bedarf zuschneiden und bleibt absolut flexibel.

    Was den Komfort angeht, so schätzen die Kunden das Rundum-Sorglos-Paket des Angebotes. Weder Reifenwechsel noch Reparaturen fallen an, weder Versicherungen noch Wartungskosten.

    Das bedeutet, dass der Kunde ausser dem Tanken für seine Fahrtwege keinen Aufwand mit dem Auto hat und immer einen top gepflegten Wagen fahren kann.

    Die Carsharing Autos der neuen Generation sind maximal vier Jahre alt und damit allesamt neuwertig.

    Der Kundenservice ist bei vielen Anbietern exzellent, bei einer Panne oder einem Unfall kann der Kunde sich an die Servicezentrale wenden, die alles Weitere regelt. Die Autos sind über einen umfassenden Schutzbrief versichert, so dass auch bei einem Unfall keine Zusatzkosten zu erwarten sind.

    Carsharing bietet im Freizeitbereich oder für gezielte Einmalfahrten, wie Geschäftsreisen, einen klaren Vorteil.

    Wer aber viel und regelmässig fährt, ist mit einem günstigen Eigenwagen wirtschaftlich besser bedient und dabei unabhängiger und flexibler.

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