So geht der Ölwechsel richtig

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So gelingt Ihnen der Ölwechsel richtig: immer wieder ist der Ölwechsel ein wichtiges Thema bei den Autofahrern.

Aber was ist überhaupt ein Ölwechsel, warum ist er so wichtig und muss er unbedingt in einer Werkstatt durchgeführt werden? All diese Informationen und wie, bzw. ob Sie einen Ölwechsel ölwechsel richtigrichtig durchführen können, erfahren Sie in dem nachfolgenden Artikel.

Was ist überhaupt ein Ölwechsel?

Bei einem Ölwechsel geht es vor allem darum, altes und verbrauchtes Schmieröl durch frisches Öl zu ersetzen.

Dieses Schmieröl wird, ganz allgemein betrachtet, in Maschinengetrieben, Maschinen mit Umlaufschmierung oder in Motoren verwendet.

Bei Ihrem Auto ist bei einem Ölwechsel insbesondere der Austausch des Motoröls gemeint.

Warum muss das Öl überhaupt gewechselt werden?

Das Öl, welches sich bei Ihrem Automobil vor allem im Motor befindet, hat zwei wichtige Aufgaben:

  1. Der Motor wird durch das Öl regelrecht geschmiert und geschmeidig gehalten, dies gilt im Besonderen für die Ventile. Durch eine konstante Schmierung des Öls wird ein schneller Verschleiss und auch Abrieb Ihrer Motorteile verhindert.
  2. Die zweite wichtige Aufgabe, die dem Öl zufällt, ist die Kühlung Ihres Motors. Eine stetige Umverteilung dieser Hitze ist wichtig, da der Motor nur an bestimmten Stellen eine enorme Hitze entwickelt.

Durch das Öl wird diese Hitze verteilt und der ganze Motor dementsprechend gekühlt.

Im Motoröl selbst befinden sich diverse Zusatzstoffe, die auch als Additive bezeichnet werden- durch sie kann eine optimale Kühlung und Gleitfähigkeit gewährleistet werden. Allerdings nur, wenn das Öl nicht abgenutzt wird.

Jedoch geschieht im Laufe der Zeit genau dies: die Additive im Öl werden mit der Zeit verbraucht und abgenutzt, stattdessen wird das Öl im Motor mit Metallpartikeln angereichert. Dies führt dazu, dass der Verschleiss zunimmt und somit auch dem Motor auf Dauer schaden kann.

Was sind die Folgen für den Motor, wenn kein Ölwechsel erfolgt?

Falls Sie beim Durchlesen der oberen Absätze mit dem Gedanken spielen, dass ein Ölwechsel ja vielleicht nicht notwendig ist, sollten Sie hier aufmerksam weiterlesen. Denn tatsächlich kann altes Öl mit der Zeit grosse Schäden in Ihrem Motor anrichten.

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  • Zunächst wird der Motor einer grösseren Reibung ausgesetzt, in deren Folge auch die Bauteile in Mitleidenschaft gezogen werden.

    In Folge dessen führt dies zu einem Verlust der Motorleistung, einem höheren Spritverbrauch und einer höheren Belastung für die Umwelt, da eine vermehrte Abgasemission erfolgt.

    Auch der allseits bekannte «Kolbenfresser» kann Ihren Motor sprichwörtlich lahmlegen. Dies geschieht vor allem denn, wenn Metall auf Metall reibt.

    Vor allem ist der Motor mit der Diagnose meist unwiederbringlich zerstört und muss komplett ersetzt werden.

    Eine weitere Gefahr, gerade wenn das Öl veraltet ist, lauert im so genannten «Lagerschaden»: hier verstopft das alte Öl vor allem die Ölkanäle. ölwechsel richtig

    Wie oft sollte der Ölwechsel überhaupt erfolgen?

    Den Ölwechsel richtig zu vollziehen beginnt bereits mit dem nötigen Zeitabstand, an den Sie sich ungefähr halten sollten.

    Zunächst einmal hängt der Wechselrhythmus vor allem vom Motor und der Beanspruchung des Fahrzeugs ab. Jeder Autohersteller hat zumeist eine Empfehlung im Handbuch vermerkt, die Sie im Zweifelsfalle nachlesen und befolgen können.

    Im Zweifelsfalle können Sie sich auch an der Laufleistung des Motors orientieren: so empfehlen zahlreiche Experten, das Öl alle 15.000- 70.000 Kilometer auszutauschen.

    Bei einem relativ normalen Fahrverhalten ist dieser Kilometerstand etwa alle 1 ½ bis 2 Jahren erreicht. Dauert es hingegen länger, bis diese Kilometerdistanz erreicht wird, zum Beispiel, wenn das Auto längere Zeit nicht gefahren wird, empfiehlt sich ein schnellerer Ölwechsel.

    Den Ölwechsel richtig durchführen- muss ich dazu in die Werkstatt?

    Steht ein Ölwechsel an, stellt sich Ihnen selbstverständlich unweigerlich die Frage, ob Sie dafür unbedingt in eine Werkstatt müssen.

    Die Antwort lautet nein, allerdings sollten Sie sich beim Ölwechsel Hilfe holen, beispielsweise einen Freund oder Nachbar.

    Zudem sollten Sie sich vorher beim Hersteller oder bei der Werkstatt Ihres Vertrauens danach erkundigen, welches Motoröl für Ihr Auto geeignet und zugelassen ist.

    ölwechsel richtigDa hochwertiges Öl schnell teuer werden und einige Franken verschlingen kann, können Sie Geld sparen, indem Sie den Ölwechsel selbstständig vornehmen.

    Beachten Sie zudem, dass Sie das abgelassene Altöl nicht einfach so im Hausmüll entsorgen dürfen. Erdkundigen Sie sich stattdessen im Fachhandel, wo Sie das Altöl fachgerecht entsorgen können.

    Manche Geschäfte bieten eine Rücknahme des Altöls an, wenn Sie beispielsweise neues kaufen. Eine unsachgemässe Altölentsorgung stellt im Zweifelsfall sogar eine Straftat dar.

    Den Ölwechsel richtig durchführen- so gelingt es

    Bevor Sie den Ölwechsel durchführen, sollten Sie sich das entsprechende Werkzeug und Zubehör bereit legen.

    Dazu gehören unter anderem: den passenden Schlüssel für die Ölablassschraube im Motor, selbstverständlich frisches Motoröl in ausreichender Menge und ein Gefäss, um das alte Öl aufzufangen. Falls Sie den Untergrund nicht verschmutzen möchten, legen Sie zusätzlich eine alte Zeitung / ein altes Tuch unter.

    Gehen Sie nun wie folgt vor:

    1. Legen Sie den Leerlauf Ihres Autos ein und ziehen Sie die Handbremse an.
    2. Anschliessend schalten Sie den Motor für wenige Minuten (2-3) ein. Das Öl wird somit erwärmt und kann zusätzliche Schadpartikel vom Motor aufnehmen.
    3. Das Auto sollte nun, mit Hilfe einer Hebebühne oder einer Rampe angehoben werden, damit das Öl leichter abfliessen kann.
    4. Öffnen Sie nach dem Abstellen des Motors den Öldeckel im Motorraum.
    5. Lösen Sie nun die Ölablassschraube, die sich am Unterboden des Autos befindet.
    6. Fangen Sie das Altöl nun mit dem zuvor bereitgestellten Behälter komplett auf. Beachten Sie, dass das Öl heiss sein kann, passen Sie also dementsprechend auf!
    7. Ist das ganze Öl nun herausgelaufen, können Sie die Unterseite der Ölwanne abwischen und die Ölablassschraube wieder montieren.
    8. Füllen Sie nun das neue Öl ein und kontrollieren Sie den Ölstand zwischendurch mit einem Ölmessstab, da zu viel Öl dem Motor schaden kann.
    9. Schliessen Sie den Öleinflüllstutzen (den Deckel) und starten Sie den Motor.
    10. Achten Sie auf etwaige Warnsignale / Lampen und kontrollieren Sie nach einigen Minuten den Ölstand erneut.
    11. Bei Bedarf füllen Sie zusätzliches Öl nach. Zur Sicherheit notieren Sie sich den Kilometerstand und das Datum des Ölwechsels in Ihrem Serviceheft, damit Sie den nächsten Ölwechsel im Blick behalten.

    Fazit

    Einen Ölwechsel richtig durchzuführen ist vor allem für die Langlebigkeit Ihres Motors von höchster Wichtigkeit.

    Mit ein klein wenig Geschick und der richtigen Anleitung können Sie einen Ölwechsel unkompliziert selbst durchführen, um die Funktionstüchtigkeit Ihres Fahrzeugs zu erhalten.

    Im Zweifelsfall hilft Ihnen der Hersteller oder die sachkundige Werkstatt in der Nähe weiter.