Ungeschriebene Regeln im Rennsport

Ungeschriebene Regeln im Rennsport - Beitrag

Ungeschriebene Regeln im Rennsport sind essenziell und beziehen sich auf allgemeine Verhaltensregeln auf und neben der Rennstrecke.

In jedem Motorsport gibt es natürlich ein Regelwerk, an das sich alle Fahrer und Teams halten müssen. Diese bestimmen den Rennablauf und das Fahrwerk der Kontrahenten (in der Formel 1 gab es einige sehr ungewöhnliche). Jedoch gibt es auch einige Regeln, welche dort nicht festgehalten, aber ebenso wichtig für einen Rennsport sind. Diese haben die Fahrer meist von selbst verinnerlicht und sind nicht unbedingt nur auf den Motorsport zurückzuführen, sondern allgemeine Etikette unter den einzelnen Fahrern.

In diesem Beitrag werden einige dieser ungeschriebenen Regeln im Rennsport vorgestellt. Diese müssen nicht nur auf den Sport mit motorisierten Fahrzeugen zutreffen, sondern lassen sich auch an anderen Stellen wiederfinden. Einige gelten aber natürlich nur für den Motorrennsport.

Diese ungeschriebene Regeln im Rennsport gibt es

Respektiere die anderen Fahrer

RennfahrerDie wohl bekannteste Regel ist der gegenseitige Respekt der Fahrer. Natürlich, man muss nicht jeden seiner Kontrahenten mögen oder sich gut mit ihnen verstehen, aber ein allgemeiner Respekt auf der Rennstrecke ist unheimlich wichtig. Immerhin rast man in den meisten Disziplinen mit hohen Geschwindigkeiten über die Strecke. Wenn man dabei nicht zumindest einen Hauch an Respekt zeigt, können die Dinge schnell eskalieren.

Ein gutes und respektables Duell zwischen zwei gleichwertigen Fahrern ist immer ein Spektakel. Als Zuschauer ist es eine grosse Enttäuschung, wenn so ein Zweikampf mit unfairen Mitteln gespielt wird. Dabei spielt der Respekt eine grosse Rolle. Zudem möchte niemand in Kleinteilen im Streckenrand enden und nur dadurch gewinnen, dass der gegnerische Fahrer im Kiesbett gelandet ist, oder?

Fange keinen Streit mit dem Teamkollegen an

Ungeschriebene Regeln im Rennsport - Selbes TeamIn den meisten Rennställen hat man als Fahrer ja zumindest einen Teamkollegen, wenn nicht sogar mehrere. Diese repräsentieren dasselbe Team unter denselben Farben und man wird sie fast jeden Tag zu Gesicht bekommen. Einen Streit auf oder neben der Rennstrecke anzuzetteln ist also keine gute Idee, denn immerhin teilt man sich mit der anderen Person so ziemlich alles an einem Rennwochenende.

Teamorder sind ein weiteres Thema, welches darunter fällt. Sie sind in einigen Disziplinen des Rennsports vorgeschrieben, aber nicht überall und zu Teilen sogar verboten. Manchmal ist es für das Wohl des Teams einfach das Beste, den schnelleren Fahrer die Oberhand zu lassen. Es kann schmerzlich sein, aber manchmal ist es wirklich ein Teamsport, obwohl man auf der Rennstrecke immer auf sich allein gestellt ist.

Überholen und Blockieren

Ein Überholmanöver ist immer eine heikle Angelegenheit, vor allem bei zwei fast gleich starken Fahrern. Dabei kommt die Essenz des Rennsports zum Tragen, denn das Gegenspiel von Angriff und Blockieren muss definitiv gelernt sein. In einigen motorisierten Sportarten gibt es auch hierfür Regeln. Wie oft darf ein Angriff auf welche Art und Weise abgewehrt werden? Welche Manöver sind verboten? All solche Dinge sind in einigen Regelwerken festgehalten, aber längst nicht alle.

Ungeschriebene Regeln im Rennsport - ÜberholenEine ungeschriebene Regel im Rennsport ist es, den hinteren Fahrer vorbeizulassen, wenn dieser deutlich schneller ist. Es hat keinen Zweck, ihn aufzuhalten und den Platz um jeden Preis verteidigen zu wollen. Dabei steigt nur der Frust auf beiden Seiten und man riskiert einen Fahrfehler. Lieber lässt man ihn vorbeiziehen und lernt dadurch seine Linien. Manchmal kann dies sogar Vorteile haben und man kann später einen Gegenangriff starten.

Niemand möchte crashen – vor allem nicht man selbst

Dieser Punkt ist wieder auf den Respekt zurückzuführen. Und Unfälle, verschuldet durch einen Fahrer, sind keine tolle Angelegenheit und können nicht nur in Kleinteilen, sondern auch in ernsthaften Verletzungen enden. Einige Regeln dafür sind festgelegt und riskante Manöver werden bestraft. Dennoch sollte man durch faule Tricks nie versuchen, zu gewinnen.

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  • Jedoch wird auch oftmals der Spruch gebracht, dass wenn man einen anderen Fahrer rammen möchte, man selbst dabei nicht auch crashen sollte. Das ist wohl eine der ungeschriebenen Regeln im Rennsport. Wenn beide kollidieren und das Rennen nicht beenden könnten, damit hat niemand gewonnen.

    Überrunden ist keine Kunst

    Regeln fürs Überrunden sind in jedem Rennsport festgelegt. Aber trotzdem: wenn einem die blaue Flagge angezeigt wird, sollte man schleunigst aus der schnellen Spur verschwinden. Leider gibt es nur allzu oft ein Rennen, bei welchem der schnellere Fahrer von einem überrundeten Fahrer aufgehalten wird und dadurch verliert.

    Natürlich kann das manchmal schwer sein, die langsameren Fahrer sind oftmals in eigene Kämpfe um Platzierungen verwickelt. Einfach ausweichen ist für viele nicht gegeben. Dennoch sollte man die schnelleren Fahrer respektieren und vorbeilassen. Am Ende möchte man ja nicht der Grund für den Frust eines Zweitplatzierten sein, welcher das Rennen hätte gewinnen können.

    Man muss dabei sein, um zu gewinnen

    BoxengasseEine letzte ungeschriebene Regel im Rennsport ist wohl, das Dabei sein zählt. Man kann der schnellste Fahrer in einer bestimmten Disziplin sein, aber wenn man nicht auf der Strecke bleibt, dann nützt einem auch die eigene Geschwindigkeit nichts. Dies wird gerne auch Fahrern vorgehalten, welche nur gewinnen, weil ein anderer und vielleicht schnellerer Fahrer ausgeschieden ist. Da greift diese Regel besonders, denn was kann der Sieger schon dafür, wenn andere über ihr Limit hinaus fahren? Nichts.

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    Fazit

    Ungeschriebene Regeln im Rennsport sind wahrscheinlich jedem Fahrer bekannt und sollten auch zu grossen Teilen eingehalten werden. Bei den meisten zählt immer der gegenseitige Respekt der Kontrahenten. Einige Zuschauer finden vielleicht Drama sehr spannend, aber für faire Rennen zwischen starken Fahrern ist eine gewisse Ehrfurcht und Rücksichtnahme wichtig. Es geht doch nichts über ein gutes Duell zwischen zwei gleich schnellen Fahrern, welche mit denselben Mitteln versuchen, an den Sieg zu gelangen.